"Runder Tisch CB-Funk" in Bad Dürkheim (Rückblick)

Am 23. Juli 2005 fand in Bad Dürkheim-Leistadt das erste Treffen des "Runden Tisches CB-Funk" (RTCB) statt.

An der Veranstaltung nahmen ca. 20 Personen teil. Zu den Teilnehmern zählten u.a. Daniel Schuler (Präsident der SCBO), Dieter Löchter (Vizepräsident der ECBF), Jürgen Walter (Gründer von Regio-Net-DL), Thorsten Fleck und Wolfgang Walter (beide Regio-Net-DL), Marc Andre Alpers (DLNET-Sysop), Christian Steinbach und Marco Füßler (Funkfreunde Nordbaden) sowie Ingo Koch (VoIP-Server-Betreiber). Mit der Leitung der Veranstaltung wurde Heike Hess betraut.

Die Teilnehmer stellten sich und ihre Interessengebiete kurz vor. Daniel Schuler gab anschließend einen Abriss über die Geschichte der schweizerischen SCBO. Er schilderte anschaulich, welche Fortschritte die SCBO im Laufe der Jahre für den CB-Funk in der Schweiz erreicht hat. Diese Erfolge seien durch geschickte, pragmatische Zusammenarbeit mit der schweizerischen Aufsichtsbehörde BAKOM erzielt worden. Jürgen Walter merkte dazu an, dass sich die Verhaltensweisen von BAKOM der deutschen RegTP(jetzt: Bundesnetzagentur) unterscheiden. Die deutsche Behörden - so Walter - "machen hier ihre Arbeit so, wie sie ihre Arbeit definieren". Die Behörden hätten verlernt, ihre Arbeit so zu machen, wie sie vom Bürger beauftragt worden sei.

Henning Gajek stellte "Push-to-Talk" (PTT) auf dem Handy vor. Mit dieser in den USA sehr beliebten Technik ist es möglich, "handfunkähnliche" Simplex-Gespräche per Handy zu führen. Die Push-to-Talk-Funktion wird in Deutschland bisher nur von wenigen Handy-Herstellern angeboten. Ob sie sich hier durchsetzen wird, ist ungewiss.

Ingo Koch erklärte die Funktionsweise von VoIP und HF-Gateways. Diese Technik erschließe neue Möglichkeiten auch für den CB-Funk. Ein Problem bestehe darin, dass es keine CB-Geräte mit CTCSS-Tonsquelch gäbe. Es sei wünschenswert, dass die Hersteller solche Geräte auf den Markt bringen würden.

Heinz Köhler ("Streetmaster") wies darauf hin, dass viele CB-Funk-Einsteiger mit ihren Problemen allein gelassen würden und keinen Ansprechpartner fänden. Zwar würde es für einige Fragenkomplexe (z.B. Genehmigung von Dachantennen) keine "Patentlösungen" geben. Man solle den neuen Hobbyfreunden aber zumindest Lösungsansätze bieten.

Die "Teilnehmer des Runden Tisches CB-Funk" waren sich einig, dass der RTCB derzeit noch nicht in Form einer Organisation gegründet werden solle. Der RTCB müsse sich langsam entwickeln. Dazu müssten Ideen und Anregungen der Basis einfließen. Es bestehe weiterhin für jede Gruppe und für jeden Einzelfunker die Möglichkeit, sich am RTCB zu beteiligen. Jürgen Walter betonte, dass der RTCB auf jeden Fall neutral bleiben müsse. Dieter Löchter gab zu bedenken, dass der Eindruck einer "Dachorganisation" vermieden werden solle, weil dieser Begriff negativ besetzt sei. Der RTCB müsse den Funkern klar machen, dass kein neuer Verband gegründet werden soll, sondern dass die Basis einbezogen werden müsse. Dazu müsse das Vertrauen der Basis wiedererlangt werden.

Von den Teilnehmern wurde einstimmig beschlossen, dass die weitere Diskussion in der Mailingliste des RTCB erfolgen soll. Um ein möglichst breites Spektrum an Meinungen und Anregungen einfließen zu lassen, wird diese (bereits bestehende) Liste wird in den nächsten Tagen (nach Anmeldung) für "jedermann" freigeschaltet. Weitere Informationen zur Mailingliste gibt es im Internet unter www.rtcb.de/mailingliste.htm

Die Teilnehmer schlossen außerdem einstimmig eine mögliche Mitgliedschaft des RTCB im DAKfCBNF oder in der DFA aus.

Der nächste "Runde Tisch CB-Funk" findet am 12. November 2005 in der Gaststätte "Im Mühlengrund" in Alfter-Impekoven (Nähe Bonn) statt. Ausrichter ist Dieter Löchter.

- wolf -

© FUNKMAGAZIN

Last Update: 15.07.2010

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